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One night in Shanghai

8. Juni 2015 by Julia

30.05.1985 30 Jahre mache ich nun schon diesen Planeten unsicher. Ihr kennt mich. Eine 0815-Party zum 30. würde nicht zu mir passen. Nur wohin? Natürlich irgendwohin, wo ich noch nicht war!
Hongkong. Das klingt doch cool. Nur wenn ich schonmal für 10h in den Flieger steigen, dann kann ich mir doch gleich noch etwas vom Kontinent ansehen. Vanessa hatte mir einst eine Starbucks Sammeltasse aus Shanghai mitgebracht. Nachdem ich Dublin besucht hatte, war dies nun die einzige Tasse in der Kollektion, deren Destination ich noch nicht kannte. Daher ist es nur konsequent meine Geburtstagsreise im China der Zukunft zu beginnen.

Freitagabend sitze ich nun im Flieger von Frankfurt nach Shanghai und wenn ich Frankfurt für eines liebe, dann für seine vielen Direktverbindungen in die ganze Welt.

Samstagmittag komme ich in China an. Bereits im Flugzeug lerne ich den viel kleineren Tanzbereich der Chinesen kennen. Könnte es daran liegen, dass es einfach so viele von ihnen gibt und nicht jeder so viel Anspruch auf einen großen Tanzbereich hat?
Am Flughafen entscheide ich mich für die Metro, um zum Hostel zu kommen. Der Gelautomat spuckt nur 100RMB Noten aus. Der Ticketautomat nimmt nur max. 50er. Mit einem Lächeln sowie Händen und Füßen (dies wird die nächsten zwei Wochen auch die beliebteste und effizienteste Verständigungsmethode sein) wechselt mir ein freundlicher Chinese meinen Schein. Nun wird mein Gepäck gescannt, bevor ich die Metrozone betreten kann.
Ok, soweit habe ich es geschafft. Unter den chinesischen Schriftzeichen, oder auch der Han-Schrift, befinden sich ein westliches Alphabet.

Das verstehe ich. In den nächsten zwei Wochen werde ich auch lernen, die Zeichen der chinesischen Sprache genau zu vergleichen und so meinen Weg zu finden, dazu später mehr.
In der Metro muss ich mich ducken. Mit 1,82m kann ich nicht aufrecht durch die Tür. An den Haltestangen, die an der Decke befestigt sind, stoße ich mir den Kopf, wenn ich nicht aufpasse.

Das Hostel befindet sich in einer Seitenstraße unweit der Hauptshoppingader der Stadt.

Zwei Nächte hatte ich im Mingtown Nanjing Road Youth Hostel gebucht. Eine im Dorm und ein Doppelzimmer für die zweite Nacht, wenn Carla aus Deutschland nachgekommen ist. Das Dorm war sauber aber ziemlich klein. Das Toilettenpapier wurde wie in vielen der südamerikanischen Länder, die ich bereits bereiste, im Papierkorb und nicht in der Schüssel entsorgt. Das Wasser war warm, der Internetempfang auf dem Zimmer schlecht.

Alternativ geht man halt zur Telefonzelle um die Ecke 😉

Die Betten waren sehr bequem jedoch im Doppelzimmer sauberer als im Dorm.
Vor meiner Abreise fragte ich einen Freund, den ich aus Neuseeland kenne, ob er zufällig wieder beruflich in China ist. Leider verpassen wir uns. Er setzt mich mit einer Freundin von ihm in Verbindung. Charlotte schreibt mir, dass sie mich in 2 Stunden vom Hostel abholt, um mit mir essen zu gehen und Shanghais Nachtleben zu erkunden.

Wir springen ins Taxi. Sie zeigt dem Taxifahrer mithilfe einer App die gewünschte Adresse. Genial, man gibt den Ort ein und die App spuckt die Adresse mit der Bitte einen dort hinzubringen in chinesichen Schriftzeichen aus.

Wir bestellen uns einmal durch die Speisekarte und trinken Wasserbier. Tsingtao, Bier aus einer ehemaligen deutschen Kolonialstadt, wird später als passable eingestuft.

Taschen werden in China übrigens nicht auf den Boden gestellt, sondern auf einen Stuhl und dann häufig oft vom Kellner abgedeckt (siehe oben rechts im Bild).

Das Essen in China ist sehr lecker. Vegan ist jedoch etwas schwierig. Ich habe mich daher auf eine vegetarische Ernährung für die nächsten zwei Wochen umgestellt. Später hatte ich mir von einem Einheimischen die chinesischen Zeichen für „Ich esse vegetarisch“ per whatsapp schicken lassen und habe es bei Bedarf vorgezeigt, was immer erstaunlich gut funktioniert hat.

Nach dem Essen sind wir zum Bund. Die Skyline bei Nacht ist unwirklich.

Wir machen viele Bilder. Jedes mal, wenn Charlotte ein Foto von mir am Ufer macht, zücken 3-5 Chinesen ihre Kameras und Handys und knipsen mich auch.

Charlotte und ich werden dann noch ein paar mal um Fotos gebeten. Große, weiße Frauen fallen nicht nur auf, sondern werden auch als besonders attraktiv eingestuft.

Nach der Fotosession laufen wir zum Hyatt. In der 32. Etage befindet sich das Vue. Eine Rooftopbar mit Blick auf die Skyline.

100RMB Eintritt inkl. eines Getränks.

Wir lassen die Füße im Whirlpool baumeln und feiern – eine Woche zu früh – meinen 30. Geburtstag.

Wir ziehen weiter. Der Taxifahrer bekommt wieder die App gezeigt, nächstes Ziel das Lola. Ein Expat Club im teuersten Viertel Shanghais: French Concession.

Danach mit dem Tuktuk weiter. Hier immer vorher den Preis verhandeln. Wir landen im Amber. Perfekt für die Afterparty. Ein Taxi bringt uns sicher nach Hause. Es wird schon hell, Shanghais Straßen sind ungewöhnlich leer. Ich falle ins Hostelbett und schlafe ein paar Stunden bis ich das Zimmer wechseln muss.

Ich schlendere durch Shanghai und gehe noch einmal zum Bund am Tag.

Außerdem fahre ich noch zum Bahnhof. Die über Ctrip gebuchten Zugtickets von Tuxin nach Shenzhen wollte ich abholen. Leider bekam ich nur meines, da man den Pass vorlegen muss und Carla noch auf der Anreise war.

Ich gehe noch einmal über die belebte Shoppingmeile und dann früh ins Bett.

Carla kommt nachts.

Ich frühstücke bei Starbucks. Ein Grünteeküchlein.

Wir gehen noch einmal zum Bund. Zurück zum Hostel. Wir haben noch 30 Minuten für das Mittagessen. Wir gehen in ein chinesisches Lokal. Plastikgeschirr. Wir bestellen indem wir auf Bilder zeigen. Das Essen kommt schnell. Man teilt sich verschieden Gerichten und fängt bereits an, soweit der erste Teller auf dem Tisch steht. Wir gehen zum Hostel, nehmen unsere Sachen und machen uns auf zum Flughafen.

Destination Tuxin, abseits vieler westlicher Touristenpfade. Auf ins Abenteuer… to be continued.

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One Response to “One night in Shanghai”

  1. […] International Airport landen. Naiv nahm ich an, dass man am Flughafen, nur 1 Stunde Flugzeit von Shanghai, noch englisch sprechen würde. Fehlanzeige. Mit Händen und Füßen sowie dem Lonely Planet haben […]

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