Zuspitzung?

Oder erst der Anfang?
Nach der letzten blog-lektüre sind mir drei neue Artikulationen Visualisierungen des Protestes gegen den Schäuble- Katalog aufgefallen, die die Qualität der Schäublonen bei weitem übertreffen:

Schaeuble Twitter

Angela Merkel twittert natärlich auch und steht dem Alten Mann natürlich nicht nacht, als berühmteste Vodcasterin Deutschlands.

Nun gibt es auch schon seit einiger Zeit Comics:

schaeuble comic
Weitere Comics auf Christian Hayungs blog

Aber das neue T-Shirt von 3dsupply.de:

t-shirt

geht da noch ein Stück weiter.

Aber mal ehrlich, wie geht es Euch denn, wenn Ihr sowas heute zu lesen bekommt:

„Polizei lauscht mit heimlich umprogrammierten Handys –
Bundesinnenminister Schäuble hat den Gesetzesentwurf zur Online-Überwachung bereits ausgearbeitet“

Oder gibt es doch noch einen Hoffnungsschimmer am Horizont? Laut Handelsblatt.com von heute schon:
Köhler rüffelt Schäuble

Bundespräsident Horst Köhler hat den Innenminister unterdessen zu mehr Zurückhaltung bei der Präsentation seiner Vorstellung von Terrorabwehr ermahnt. Zwar habe Schäuble als zuständiger Ressortchef die Aufgabe, „sich den Kopf zu zerbrechen“ über geeignete Maßnahmen zum Schutz der Bürger. Allerdings halte er „die Art, wie die Vorschläge kommen“, nämlich in einer Art Stakkato, für nicht optimal, sagte Köhler am Sonntag im ZDF-Sommerinterview. Damit würden die Bürger unnötig verunsichert, befürchtet Köhler.

In diesem Artikel äussert sich auch der Schleswig-holsteinische Innenminister Stegner (SPD) über den Alten Mann:

„Sein Verhalten ist schäbig und kommt an die Grenze dessen, was man verantwortungsvolle Amtsführung nennen kann. Es stellt sich die Frage nach Schäubles Eignung als Verfassungsminister“ (…) „Was Schäuble vorschlägt, ist kaum zu glauben: Wenn deutsche Polizisten dazu eingesetzt würden, Terrorverdächtige umzubringen, wäre das nichts anderes als Auftragsmord.“

Update 15.07.07:
Die FR-online.de präsentiert folgenden Artikel:
Schäuble fühlt sich diskriminiert:

Die Kritik an seiner Arbeit ziele auf ihn als Menschen und Person, beklagte Schäuble. Es sei diffamierend und beleidigend, seine jüngsten Aussagen zur Terror-Abwehr damit zu erklären, dass er selbst 1990 Opfer eines Attentats geworden sei.

Wie war das mit der Einsicht….

4 Responses

  1. Al
    Al at |

    Auf das Problem, dass hier ein Traumatisierter am Schalthebel der Macht sich für Erlittenes rächt, habe ich ja schon mal hingewiesen.

    Dass man ihn bisher dabei so freizügelig gewähren lässt, wundert mich dann aber doch schon. Selbst der Bundespräsi zeigt ja Beisshemmung, obwohl der Mann im Rolli eigentlich noch viel kräftiger gebremst gehört.

    Was mich wirklich interessiert:
    Ein Satz wie
    „Viele haben offenbar gar nicht gelesen, was ich gesagt habe““
    ist ja nun sicherheitspolitische Rhetorik vom Allerfeinsten.

    Aber was ist mit dem Text hier:
    „Die Kritik an seiner Arbeit ziele auf ihn als Menschen und Person, beklagte Schäuble. Es sei diffamierend und beleidigend, seine jüngsten Aussagen zur Terror-Abwehr damit zu erklären, dass er selbst 1990 Opfer eines Attentats geworden sei.“

    Hat *diesen Zusammenhang* wirklich ein kluger Kopf hergestellt? Wenn ja: wer? Oder ist das eine perfide Vorne-Verteidigung von Rollfgang?

  2. andI611
    andI611 at |

    Grundsätzlich hab ich da auch so meine permanenten Bauchschmerzen, wenn ich die Schäublone so höre und sehe. Beim T-Shirt musste ich zwar schmunzeln, aber ich denke, das geht schon sehr in Richtung Geschmacklosigkeit. Zumal man das als behinderter Mensch, der nicht so im Thema steht, auch sehr schnell missverstehen kann.

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