Identität, Medienpädagogik, Killerspiele, Web2.0 und Jackass

Eigentlich hiess die Weiterbildungsveranstaltung die ich heute besuchte:
KinderSicher kommunizieren – im Internet und mit dem Handy !? (PDF des Programmes)
Aber es wurde so viele Themen skizziert, z.B. noch Happy Slapping, Cyberbullying, Biologischer Kontext, parasozial, IKEA und die Schrankwand… nicht zu vergessen: die blogs, wikis und Social Software.
Einig war man sich schnell: Das Ãœbel aller Dinge sind die Chaoten von Jackass, Dieter Bohlen und Stefan Raab!
Aber ganz ehrlich, so unsinnig ist das nicht: Die drei Väter des Happy Slapping machen es den Kids vor und was kommt dabei raus: snuff- videos! Dazu gab es einen sehr interessanten Vortrag (den aus auch bald auf den Seiten des LISUM als mp3 geben soll) von Kriminologe Dr. Frank Robertz vom Institut für Gewaltprävention und angewandte Kriminologie- (Igak), der eine durchaus andere Position als sein Kollege mit den drei F vertritt.

Solche „Erkenntnisse“ fanden in dem Vortrag keine Zustimmung:

schein.jpg

Zuvor gab es einen ebenso interessanten Vortrag (beide dauerten übrigends jeweils 1h) von Frau Dr. Dagmar Hoffmann von der Kunsthochschule in Berlin. Ihr Schwerpunkt ist Sozialisation und Identitätsentwicklung. Sie stellte eindeutig klar, das eine Identitätsentwicklung/ – bildung in keinem Zusammenhang mit dem bioligischen Kontext steht und das die Menschen nicht sozialisiert werden, sondern stets eigenaktiv handeln und somit das Produkt ihrer eigenen Entwicklung sind. (Das ist schon ein ziemlich starke soziologische Aussage!) Leider ist ihrer Meinung nach dieser Prozess erst dann abgeschlossen, wenn falls jemand einen Nachruf schreibt…
Aus ihren eignen Erfahrungen berichtete sie dann von der „Rebellion“ der Kinder gegen die Eltern, indem man sich jetzt, da die Eltern ja auf IKEA stehen (naja…), eine Schrankwand zulegt und sich dann hinstellt und sagt: ätsch!
Interessant fand ich noch, das bei einer Befragung von 49 – 89 jährigen nach Ihrem Lieblingsfilm aller Zeiten, festgestellt wurde, das dieser bis zum 35 Lebensjahr gesehen wurde! Leider veriet sie uns nicht ihren 😉
Ebenso entwickelt sich die Affinität zu einem bestimmten Musikstil bis zum 25 Lebensjahr.
Nach der Mittagspause ging es dann in die Workshops. Ich hab mich natürlich für Identitäten: Web 2.0 und „social software“ – Das Private wird öffentlich von Gerald Jörns entschieden. Er zeigte den Anwesenden die ersten Versuche im Netz, mittels Uralt-Modem und Mailboxen (die mit E-mail-boxen nichts zu tun haben) zu kommunizieren und Daten auszutauschen. Dann bekam der Workshop schnell eine Eigendynamic die allen Beteiligten gefiel und wir diskutierten lebhaft über Identitätsmanagement von Jugendlichen, wer warum mit wem gruschelt etc. Alles in Allem ein netter kurzweiliger Nachmittag. Aber auch dort wieder einen neuen Begriff gelernt: Prosumer!

5 Responses

  1. Gerald Jörns
    Gerald Jörns at |

    Mach doch mal aus dem Gerlard einen Gerald …

    LG
    Gerald

  2. Gerald Jörns
    Gerald Jörns at |

    Klasse als Rentner haben wir dann ab 2010 endlich Zeit uns auf uns selbst zu besinnen… aber können wir uns als virtuelle Wesen noch in der Realwelt zurecht finden?

  3. Gerald Jörns
    Gerald Jörns at |

    Bezogen auf den Text im Bild: Es kommen wirklich furchtbare Zeiten auf uns zu, denn lt. M.S. werden die Bildschirme ab 2020 zu Morden anfangen…

    … und dann reden wir über die Killer 2.0!

    LG
    Gerald

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