Podiumsgespräch: Medienkompetenz von Jugendlichen

Heute bin ich dazu zum 14. November ins Ludwig-Erhard-Haus, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin eingeladen worden.

*Diskussionsthema:*
Die Informationsgesellschaft fordert zunehmend multimediale Kompetenzen.
Dabei wird mit dem Internet erstmalig eine Kulturtechnik von der nachfolgenden Generation an die Elterngeneration weitergegeben und stellt damit bisherige Erfahrungen auf den Kopf. Dieser Gegensatz zwischen Internet und Handynutzung als fester Bestandteil des Alltags auf Jugendseite und mangelnder Kenntnis dieser Medien auf Elternseite führt zu Konflikten, die oft in Verbotsrufen eskalieren. Dabei ist es eine Kernaufgabe von Elternhaus und Schule, den Jugendlichen eine entsprechende Medienkompetenz zu vermitteln anstatt zu versuchen, den Fortschritt zu verzögern oder aufzuhalten.

Mit folgenden Teilnehmern:

* Pressesprecher des Vorsitzenden der Landesschülervertretung Berlin
* Ilka Goetz, Geschäftsführerin von Bits21 (Fortbildungsangebote für Pädagogen zur Arbeit mit neuen Medien)
* Bernd Dicks, Spickmich.de (Schülernetzwerk im Internet)
* Prof. Maren Hartmann, Universität der Künste Berlin (Lehrstuhl Mediensoziologie)
* Susanne Grams, stellvertretende Vorsitzende der Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg
* Benjamin Denes, Radio Fritz (RBB)

* Moderation: *Ole Stührmann, Radio Fritz (RBB)

* Publikum: *kleiner Kreis geladener Schüler und Lehrer / Journalisten

Folgende Kernfragen sollen besprochen werden (hier auch gleich mit einem kurzes Statement von mir dazu):

1. Wie kann Medienkompetenz heutzutage noch vermittelt werden?
Wieso noch? Wir haben noch nicht mal richtig angefangen!

2. Wer zeigt jungen Internetnutzern die Grenze zwischen Selbstverwirklichung und digitalen Exhibitionismus?
Niemand, denn es gibt keine Grenzen oder Barrieren, alles ist möglich!

3. Sind sich Schüler ihrer Öffentlichkeit im Internet bewusst?
Nein, die Jugendlichen benutzen das Internet so wie ihre Eltern den Schulhof. Man trifft sich, man verabredet sich, man tauscht Neuigkeiten vom Wochenende aus, man prügelt sich, man versöhnt sich …

4. Welche Rolle spielt der Schulunterricht bei der Kompetenzvermittlung?
Er spielt nur eine Rolle, wenn:
– der Informatiklehrer auch weiß, was man mit downgraden meint
– nicht nur Foto oder Film AG´s an den Schulen exzistieren
– die restlichen Lehrer keine Angst vor E-mail´s haben
– Textvisualisierung sich nicht auf die ClipArt von Microsoft Word beschränkt
– google.de keine Quellenangabe ist

2 Responses

  1. handynutzung
    handynutzung at |

    […] Spenden Kinder in Deutschland, ein Drittel der Spenden werden weltweit fr Kinder in Not eingesetzt.Podiumsgespr¤ch: Medienkompetenz von Jugendlichen | klisch.netHeute bin ich dazu zum 14. November ins Ludwig-Erhard-Haus, Fasanenstr. 85, 10623 Berlin eingeladen […]

  2. Gote
    Gote at |

    … und wenn irgendwann auch der Letzte begriffen hat, dass der Plural von Substantiven weder im Deutschen noch im Englischen durch ein Apostroph und den Buchstaben „s“ gebildet wird. Das gibt es zwar tatsächlich – kennzeichnet aber eine Possessivform (Eigentum) Richtiges Beispiel: Klisch’s Homepage 😉

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