… Georg Orwell.
Ich kann mich noch daran erinnern, das ich alles daran gesetzt hatte, DAS Buch noch vor 1984 zu lesen. Es kam über diverse “Kanäle” Umwege als Paperback in einem Blatt des “Neuen Deutschland” eingeschlagen in meine Hände. Es hatte auch geklappt, den Film vor DER Jahresfrist zu sehen.
Interessant ist, das das Buch durch die zwei deutschen Systeme auch zwei (mindestens) unterschiedliche Deutungen und Interpretationen zugelassen hat.
Aber auch egal, denn BIG BROTHER IS (STILL) WATCHING YOU!
Auf der CeBit 2009 noch viel diskutiert: Was passiert mit meinen Accounts in den vielen Socialen Netzwerken nach meinem Ableben.
Schon komisch, das neue Jahr mit einem so ernsten Thema zu beginnen. Denoch ein Thema das zunehmend an Interesse gewinnt und immer häufiger auch bei mir angefragt wird.
Hier scheint die Lösung zu kommen: “Your digital identity after death”
“Die Qualifizierungsinitiative „Kinderbetreuung“ des BMBF und des BMFSFJ zur Fort- und Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern soll medienunterstützt durchgeführt werden. Dazu ist es nötig, diese Zielgruppe an die digitalen Medien und den „Lernort Netz“ heranzuführen. Um der Initiative einen schnellen Start und breite Akzeptanz zu ermöglichen, sollen in einer zeitlich begrenzten einmaligen Weiterbildungsaktion ca. 10.000 Erzieherinnen und Erzieher in der berufsbezogenen Nutzung der neuen Medien geschult werden.”
Also eine medienpädagogische “Grossoffensive” für 5000 Kindergärten! Ich durfte in der vergangenen Woche 7 / 10000 davon “ausbilden”.
Der Auftrag, nach einem strengen, für alle gleiches, Curriculum vorzugehen, ist eigentlich illusorisch. Die Bedingungen und Voraussetzungen der Teilnehmerinnen sind und das liegt in der Natur der Sache selbst, so unterschiedlich wie es garnicht unterschiedlicher sein kann. 6 / 7 haben noch nie eine SMS verschickt, 2 / 7 haben keinen eigenen PC zu Hause, bzw. auch in der Kinder- Einrichtung keinen Zugriff. 6 / 7 konnten nicht “selbständig/- verständlich” mit einem Webbrowser umgehen, 3 / 7 hatten keine Ahnung vom Aufbau einer Tastatur oder vom (bei WINdof) Rechts-klick der Maus.
Usw und so fort… Ach ja, parallel sollte noch auf zwei unterschiedlichen Online-Plattformen aktiv gearbeitet werden. (das war mir unmöglich) Unter diesen Voraussetzungen die Teilnehmerinnen trotzdem zu motivieren, sich mit dem Thema Medienpädagogik auseinander zu setzen, war Schwerstarbeit.
Fazit: Es besteht eine unbedingte Notwendigkeit, es ist augenscheinlich nicht sinnvoll ein strenges Curriculum durchzusetzen, die Zeit (5×8h) ist zu kurz, es müssen unbedingt Nachfolge-Termine angesetzt werden. Und last but not least: DIE VORAUSSETZUNGEN VOR ORT (also in den Einrichtungen) müssen geschaffen werden.
Ein anderer Titel für die heute und morgen stattfindete Veranstaltung ist Blogger Conference Germany 2009. Größer geht´s kaum.
Nachdem ich von der Veranstaltung auf Twitter erfahren hatte, konnte ich noch auf die Liste hüpfen.
Das erste Mal (ja sorry) in der c-base angekommen, erwarteten mich einige prof. Security und eine ältere Dame (mit den Pässen) an der Tür. Drinnen kämpften die Veranstalter gegen ganz irdisch mit einem Beamer. (vermute mal: analog vs. digital)… Nach einer guten Stunde delay, wurde die schummrige Masse (drinnen war es mittlerweile genauso dunkel wie draussen) auf den “Gesellschaftsvertrag” eingeschworen… Irgendwie komisch dachte ich und wollte einen Kaffee trinken, den gibt es aber leider nicht auf dem Planeten wo das c-base Raumschiff herkommt, dafür aber eine “NONAME” Cola die lecker war.
Dann begann der Vortrag von @Prinz_Rupi über das schwere Los des Autors vs. Verlegers bis hin zum Buch 3.0.
[Die digitale Bibliothek als digitale Tapete]
Der recht kurzweilige und interessante Beitrag brachte einige neue Erkenntnisse. Z.B. Wei bekommt man eine ISBN-Nummer? Ganz einfach, man meldet ein Gewerbe als Verleger an…
Dann wurde es mir aber doch zu ungemütlich und ich habe mich verabschiedet.
Nach einigen Recherchen stellte ich fest, das diese Veranstaltung nicht nur für seinen absoluten Titel, sondern auch der Referenten wegen ins Gerede gekommen ist.
Leider sind die Berichte von allen Seiten ziemlich nebulös und ich habe nicht die Zeit mich damit tiefergehend zu beschäftigen. Der Buch-Vortrag war jedenfalls gut!
mit dem Untertitel: - Musik und Jugendkultur jenseits des Offiziellen.
Eingeladen hatte das Bildungszentrum Blossin am vergangenen Wochende ca. 30 französische und deutsche Jugendliche, sich 3 Tage mit dem alternativen Ost-Rock, 20 Jahre nach der Wende auseinander zusetzen. Freund und Bekannter Lars Wünsche, als langjähriger Booker auf der Insel der Jugend und Kai Uwe Kohlschmidt, Frontmann der Band SANDOW standen mir dabei bei… Die Beiden arbeiteten das ganze Wochenende mit den Kids am Thema, ich war nur am Samstag vor Ort um als “Zeitzeuge” und Veranstalter zu berichten….
Für uns war es eine Zeitreise in drei unterschiedliche Abschnitte: 1. die Vorwendezeit, in der die Stasi auf mich aufmerksam wurde und das Publikum das zu, den von mir veranstalteten Shows kam, als negativ dekadent bezeichnete. 2. die Wendezeit, in der alles möglich war und jede noch so kleine Band aus dem “Westen” im Club spielte. Wo als eines der ersten offizielle Konzerte die NEUBAUTEN oder ELEMENT OF CRIME gastierten und 3. die Nachwendezeit, in der als Veranstalter in Potsdam mit dieser unmittelbaren Nähe zu Berlin, fast gar nichts mehr ging…
Dieser Club feiert in diesem Jahr sein 15 jähriges Bestehen.
Ich hatte die Ehre - pro bono zuzusagen, am 5.11.09 einen Vortrag zum Thema Web 2.0 - Marketing zu halten.
Die Organisatoren des Abends waren sichtlich erstaunt über den Andrang (Nichtmitglieder zahlen 25 Euro).
Nachdem ich ca. 1,5h geredet, motiviert, erklärt und beruhigt hatte, kamen doch wieder die gleichen Fragen Wieviel Zeit brauche ich? Brauch ich das überhaupt für mich? etc….
Aber die positiven Bewertungen überwiegten am Ende